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eByteNet » Forum » Fitness & Gesundheit » Sucht & Drogen » WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Seiten: 1

18.08.2007 um 14:18:08
Gast
Titel: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Tja... auch das muss man hier irgendwo lesen ;) und die 50 Crediz kann ich gut gebrauchen ^_^

Die Story ist höchstwarscheinlich sehr stark aufgebssert.. glaubt nicht alles was ihr lest.. aber der Grund sin, der stimmt ;)


Zitat:

Mit diesem Artikel möchte ich auf eine zunehmende Gefahr hinweisen, die meines Erachtens soviel Suchtpotential in sich birgt und so einen großen Einfluss für die heutige Jugend darstellt, dass man sie in naher Zukunft neben Drogen&Alkohol zu einer der größten Bedrohungen für heranwachsende Menschen zählen muss. Die Rede ist von Online-Spielen wie World of Warcraft, die neben einem starken Realitätsverlust auch zur sozialen Abgrenzung führen. Dazu nun mein eigener Erlebnisbericht.

Tag 1:
Mein Name ist Andy, ich bin 22 Jahre alt, lebe in einem sehr geordneten & harmonischen Familienhaushalt, bin ein überdurchschnittlicher Schüler, wiege 80 Kg und treibe seitdem ich auf 2 Beinen stehen kann regelmäßig Sport auf fast schon professioneller Basis. Laut des letzten Fitnesstest wurde mir ein biologisches Alter von 20 Jahren errechnet, bei einer überdurchschnittlichen Kondition, was auch darauf zurück zu schließen ist, dass ich weder rauche, noch Alkohol trinke. Ich bin also für mein Alter fiter, als ich sein dürfte! Ich darf mich in einem sehr großen Freundeskreis einer überaus großen Beliebtheit erfreuen und habe eine bildhübsche Freundin an meiner Seite, um die mich viele meiner Mitmenschen beneiden. Neben dem Sport und meiner größten Leidenschaft, der Musik, (ich spiele Gitatarre&Klavier) habe ich unzählige Hobbys in die ich all meine Freizeit stecke. Es ist der 11.Februar 2005 und heute begehe ich einen der größten Fehler meines Lebens.

Der Tipp eines Freundes macht mich auf das Online MMORPG-Spiel World of Warcraft aufmerksam, dass am heutigen Tag sein Erscheinungstermin feiert. Da das Wetter immer noch sehr ungemütlich ist und ich für ein bisschen Abwechslung in meinen, in letzter Zeit etwas öden Alltag bringen möchte, entscheide ich mich dazu dieses Spiel zu kaufen um mir ab und an mal einen Eindruck davon verschaffen zu können.

Zu Hause angekommen installiere ich das spiel und sammel in den folgenden 2 Stunden die ersten Eindrücke, einer sehr farbenfrohen und augenscheinlich aufregenden Welt, da ich anschließend zum Training muss, entscheide ich mich diese mysteriöse Welt morgen weiter auszuforschen.

4 Wochen später:
In den letzten 4 Wochen habe ich, auch aufgrund des schlechten Wetters, immer mehr Zeit gefunden, diese sehr lustige und unterhaltsame Welt zu bereisen. Ich habe erste Kontakte zu anderen Spielern geknüpft und konnte schon erste Erfolge, der mir selbst gesteckten Ziele feiern. Ich habe mich fast jeden 2., 3. Tag neben Freundin, Training und anderen Verpflichtungen, dazu entschlossen zu spielen.

3 Monate später:
World of Warcraft hat sich jetzt schon, wegen seines großen Unterhaltungsfaktors zu einem neuen Hobby entwickelt. Die letzten Tage haben mich meine Eltern des öfteren beim Abendbort vermisst und auch das Training letzten Dienstag liess ich Ausnahmsweise ausfallen, weil ich mich mit 4 anderen Spielern zu einer Aufgabe verabredet hab, die man alleine im Spiel nicht bewältigen kann.

6 Monate später:
Ein halbes Jahr ist vergangen und ich bin immer noch sehr motiviert am Spielgeschehen von World of Warcraft teilzunehmen, was für mich eigentlich untypisch ist, da ich immer sehr schnell die Lust an PC Spielen verloren habe. Hier scheint es eher anders. Desto mehr Zeit ich investieren, umso mehr Dinge entdecke ich, umso mehr Leute lern ich kennen. Ich setz mir neue Ziele und hab die letzten Wochen meine Termine so gelegt, dass ich Abends viel zeit zum Spielen habe. Meine Freundin meckert, dass ich sie in letzter Zeit vernachlässige und mich sowieso ein wenig verändert habe. Eigentlich gab es in unserer Beziehung vorher nie Differenzen aber das Spiel sorgt manchmal für Diskussionen & Streit. Dazu kommt, dass meine Mutter meckert, dass ich mir endlich abgewöhnen soll am PC zu essen und stattdessen doch mal endlich wieder mit der ganzen Familie Abends am Essenstisch zu sitzen, wie es sonst immer der Fall war. Ich hab mich dazu entschlossen ein paar meiner anderen Hobbys aufzugeben, weil mir WoW soviel Spaß macht, dass ich meine Zeit lieber darin investiere. Um Ehrlich zu sein, wenn es nach mir ginge, bräuchte ich auch nicht 3 mal die Woche zum Fussball Training. Generell fällt es mir in letzter zeit schwer alles unter einen Hut zu bringen, da neben Arbeit und Klavier, meine Freunde auch immer noch Zeit beanspruchen. Dabei hab ich in letzter Zeit, beim spielen, wenn eine SMS kam, das Klingeln einfach ignoriert und mich auch nicht durch SMS meiner Freundin vom spielen ablenken lassen. Ich müsste mein Zimmer mal wieder aufräumen und generell ist in letzter Zeit einiges auf der Strecke geblieben, aber dafür komm ich im Spiel voran und hab mir unter all den anderen Spielern schon einen kleinen Ruf aufgebaut, viele können mit dem Namen meiner Spielfigur etwas anfangen und ich empfinde regelrechten stolz, wenn man sich im Spiel aus Respekt vor mir verbeugt oder salutiert.

9 Monate später:
Meine Mutter hat aufgegeben immer wieder wegen des Abendbrots mit mir zu diskutieren und schiebt mir nun oftmals Kopfschüttelnd einen Teller mit Essen auf den Schreibtisch um dann schweigend und offensichtlich enttäuscht das Zimmer zu verlassen. Ich habe meine Freundin in letzter Zeit kaum gesehen und mein Opa liegt seit 3 Wochen im Krankenhaus. Ich glaube ich sollte ihn mal besuchen, aber heut und morgen geht dass nicht, denn wir, also die Spieler mit denen ich in letzter Zeit viel zusammen gespielt hab, haben uns für die kommenden Tage ein großes Ziel gesetzt, was wir zusammen erreichen wollen. Wir haben auch die letzten 2 Wochenenden fast komplett miteinander durchgespielt, sprich bis zu 14 Stunden täglich, weswegen ich letzte Woche mein Fussballspiel irgendwie verpasst habe. Meine Freunde regen sich auf, dass ich kaum noch mit ihnen auf Party fahre und mein Klavierlehrer quatscht mir seit Wochen die Ohren voll, dass ich endlich mal wieder ein bisschen was tun soll.

1 Jahre und 6 Monate später:
Der Zähler meiner Spielzeit zeigt an, dass ich bisher 173 Tage in das Spiel investiert hab. Das sind 4152 Stunden. Eine ziemlich große Zahl wie ich finde, dafür zähle ich jetzt aber zu einen der angesagtesten Spielern in dieser immer noch so aufregenden Welt. Das war sicher auch Grund dafür, warum ich vor gut 10 Monaten, nach einer 3 seitigen Bewerbung, einem 40 minütigen Bewerbungsgespräch mit 3 Gildenoffizieren und einer 4 wöchigen Probezeit in die beste Spielervereinigung Deutschlands aufgenommen wurde. Wo ich auf viele Gleichgesinnte getroffen bin, die World of Warcraft genauso wie ich schätzen und ehrgeizig und zielstrebig das angehen, was ich mir so vorgenommen habe. Von da an ging es rasend voran im Spiel. Ich spiele zwar mehr als vorher, aber dass auch viel effizienter, da wir eine Menge wirklich guter Leute haben. Wir sind über 60 Leute, bei denen vom Anwalt über den Medizin-Studenten bis hin zum Vater von 4 Kinder alles vertreten ist. Ich habe privat einige Abstriche machen müssen, damit ich das hohe Pensum erfüllen kann, was wir uns alle gemeinsam gesetzt haben. Aber auch dafür hab ich schnell eine Lösung gefunden, denn seit gut einem halben Jahr hab ich WoW auch auf den Rechner in der Uni installiert und kann so vormittags ganze 8 Stunden ungestört spielen und mich damit auf das vorbereiten, was wir uns Abends immer so vornehmen. Ich spiele schon seit Monaten kein Fussball mehr, da ich mich am Ende nur noch mit meinen Trainern und den anderen in den Haaren hatte, weil sie der Meinung waren, dass ich keine Leistung mehr bringe und mit dem Kopf woanders bin. Meine Freundin hat mich auch schon lange verlassen… sie meinte es wäre nicht mehr wie am Anfang und hat bestimmt 3 Stunden erklärt warum und wieso sie mich verlässt, aber ich war mit den Gedanken schon bei meinen Jungs… irgendwie hatten wir ja in letzter Zeit eh kein Kontakt mehr und ich muss mir jetzt sowieso den Kopf freihalten, damit ich konzentriert an den gesetzten Zielen arbeiten kann, die ich und meine Jungs vor Augen hab. Darum ist mein Handy auch seit Tagen auf lautlos und ich drücke die nur noch wenigen Anrufe&SMS meiner Freunde einfach weg. Meine Eltern sprechen in letzter Zeit kaum noch mit mir und wenn dann ist es eh irgend ein Blödsinn von wegen ich wäre Computersüchtig und sollte mal wieder was im Haushalt machen. Nichtmal an meinem Geburtstag letztens haben sie aufgehört mit meckern, dabei war ich an dem Tag so gut gelaunt, weil wir einen Weltrekord im Spiel gebrochen haben, für den wir den ganzen Tag geackert haben. Da meine Mutter meinte, sie wird so lange kein Essen mehr für mich kochen, bis ich nicht endlich wieder unten mit am Tisch sitze, hab ich in letzter Zeit öfters mal beim Chinesen oder Italiener bestellt.

2 Jahre später:
Mein Schreibtisch, der durch meine sonst so ordentliche Art immer sehr aufgeräumt war, gleicht einem Kriegsschauplatz. Neben Essenresten, verklebten Tellern und irgendwelchen ungeöffneten Briefen (Rechnungen, Mahnungen, irgendwelche Post von Verwandten) liegen 1000 kleine Zettel herum, auf die ich irgendwelche wichtigen Informationen fürs Spiel notiert hab. Das einzige was noch ordentlich ist, sind die ganzen Essens-Bestell-Zettel, die ich mittlerweile gut geordnet am Rand mit passenden Geldbeträgen liegen hab, damit ich nicht immer durchs ganze Haus rennen und suchen muss. In letzter Zeit fällt das Spielen viel leichter, da mich so gut wie nichts mehr dabei stört, denn mein Handy klingelt schon lange nicht mehr und meine Eltern sehe ich eigentlich nur noch flüchtig, wenn ich mein Zimmer verlasse um schnell in den Spielpausen auf Toilette zu rennen. Die wenige Bewegung hat sich auch bemerkbar gemacht… ich hab einen ganz schön dicken Bauch bekommen und wieg jetzt 95Kg. Ich trag meine Haare jetzt länger, weil ich eh nie Zeit finde zum Friseur zu gehen. Warum auch!? Eine Freundin hab ich schon lang nicht mehr und ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte mal auf einer Party war. Dafür bin ich ein Organisationstalent geworden, was den Alltag angeht, denn alles wird anhand der Spielzeiten meiner Gilde angepasst, auch wenn ich nun mein reales Leben nach dem virtuellen richte und nicht mehr umgekehrt. Ich bin Abends 7 Stunden, 6 Tage die Woche mit einer 40-köpfigen Armee unterwegs und bereite mich darauf vormittags in der Uni 8 Stunden vor. Ich war diesen Sommer nichtmal mit am Strand, selbst wenn draussen die Sonne brütend heiß war. Na gut, dass hab ich eh nicht mitbekommen, da meine Jalousien schon über 12 Monate nicht mehr oben waren. Ehrlich gesagt hab ich auch nicht vor sie hochzuziehen, da auf ihnen der Staub fingerbreit steht. Ich hatte in den letzten Wochen Schwierigkeiten den Beamer meines Dozenten in der Uni zu sehen und muss deshalb jetzt eine Brille tragen, dass das daran liegen könnte, dass ich seit Monaten täglich über 10 Stunden auf meinen Bildschirm gucke ist mir relativ egal. Mein Desktop, der früher mit nur 5 Symbolen geschmückt war, ist jetzt voll mit Verknüpfungen von irgendwelchen Foren, WoW-Seiten, Seiten anderer Gilden oder was sonst noch mit dem Spiel zu tun hat. Nach den anfänglichen Zielen sind 10 neue gekommen, waren die erreicht, boten sich 20 neue Wege wie ich meinen Spielcharackter noch verbessern kann. Mittlerweile hab ich kaum noch einen Überblick, was ich als erstes erledige… denn ich bin momentan dabei das höchste anzustreben was man im Spiel erreichen kann und was vor mir nur sehr wenige geschafft haben => Den höchsten Offiziersrang! Ich rechne zwar damit, dass ich für die Verwirklichung dieses Traumes 3 Monate mit täglich 14 Stunden brauchen werde, aber dann bin ich echt einer der größten Helden unter den Spielern. Ja Traum, denn in letzter Zeit drehen sich meine Gedanken auch in den wenigen Stunden abseits des Rechners rund um das Spielgeschehen. Was mach ich heute, was morgen, wo muss ich hinreisen, mit wem muss ich noch welchen Tempel erobern, welche Rüstung muss ich mir noch bauen lassen, wie viel Gold mit meinem Ingame-Beruf erarbeiten.

Vor kurzen hat einer meiner besten Freunde im Game aufgehört mit spielen und bei seinem sehr ergreifenden Abschiedseintrag im Forum konnte ich mir 2, 3 Tränen nicht verkneifen. Ich kann mir das immer noch nicht vorstellen, wie das alles ohne ihn aussehen soll… wir haben doch immer alles zusammen gemacht. Ich weiss noch wie er sagte: „Weck deine Eltern nicht“ als ich mitten in der Nacht schrie als hätte ich eine Weltmeisterschaft gewonnen, nur weil ich endlich die Waffe bekommen hab, die ich vergeblich versucht habe seit Monaten zu ergattern. Ja, wenn ich so recht überlege bin ich emotional schon ziemlich an das Spiel gebunden. Meine Launen wachsen und dämpfen sich mit dem Spielgeschehen. Erreiche ich etwas neues, bin ich gut gelaunt, motiviert und sprühe vor neuem ergeiz, habe ich hingegen mit Misserfolgen zu kämpfen macht sich unter uns der Frust breit.

Nebenwirkungen:
Ich habe in den letzten Monaten versucht, mit jedem über WoW zu reden, der mir über den Weg lief, ganz egal ob er selber spielt oder nicht. Es ging immer darum noch mehr zu erfahren, Tipps zu bekommen, oder sich in Fachgesprächen weiter zu entwickeln. Das ist sicher Grund dafür warum ich nichts mehr mit meinen alten Freunden zu tun habe. Sie haben einfach kein Verständnis dafür und verstehen nicht worum es geht und was ich erreicht habe! Dafür wurde jeder, der mir nur ansatzweise zugehört hat, als ein idealer Gesprächspartner eingestuft und wenn er selbst nicht spielt, habe ich ihn versucht davon zu überzeugen, mit dem spielen zu beginnen. Als wäre ich in einer Sekte und werbe um neue Mitglieder, nur damit die Spielergemeinschaft wächst. Sogar meine Freunde habe ich anfangs vergebens versucht in diese virtuelle Welt zu ziehen, vielleicht, damit ich endlich mal wieder was mit ihnen unternehme ohne gleich aufs spielen verzichten zu müssen, oder mein Zimmer zu verlassen. Eigentlich wurden die parallelen zwischen realem Leben und dem virtuellen immer verschwommener, denn ich habe im Spiel ein komplett neues Leben geschaffen in dem ich Verbindungen zu anderen aufgebaut habe, die ich dann wieder pflegen musste. Ich musste in einem System funktionieren, dass in unserer Gilde (Deutschlandweit Platz 1) schon militärische Ansätze hatte, denn jeden Abend wurde absolute Pünktlichkeit, Disziplin und Konzentration von jedem einzelnen gefordert, da der Druck von aussen stetig wuchs, neue Erfolge zu erzielen. Ich musste im Spiele Aufgaben erledigen, einkaufen, meinem Job nachgehen und hab immer mehr versucht die 24 Stunden, die mir am Tag zur Verfügung stehen, auf 2 Leben aufzuteilen. Dabei war nicht selten das Resultat, dass in der einen Welt etwas auf der Strecke blieb, was in der anderen Welt für Fortschritt sorgte. Ich hab quasi in einem Leben verloren und dafür im anderen gewonnen. Um dass alles dann noch effektiver zu verbinden habe ich versucht meine reellen Freunde noch mit ins Spielgeschehen mit einzubinden, aber auch mein Körper passte sich immer präziser dem Spielgeschehen an, dass ich zum Beispiel immer pünktlich zu den Spielpausen Hunger bekam und auf Toilette musste, somit bin ich ein für meine Begriffe noch effizienterer Spieler geworden. Ich zählte ohnehin als sehr diszipliniert in unserer SpielCommuntiy.

Ist das Spiel einmal durch wöchentliche Wartungsarbeiten o.a. nicht erreichbar, so weiss man gar nicht recht was man machen soll. Doch statt mal an die frische Luft zu gehen oder sich andersweitig zu beschäftigen macht man sich über jede Informationsquelle im Internet her, denn man muss ja am Rechner bleiben, damit man sich sofort wieder einloggen kann, wenn der Spielserver wieder da ist. So ist es nicht selten der Fall, dass zu Zeiten der „Serverdowns“ sämtliche WoW-Seiten im Netz völlig überlastet abstürzen, weil Millionen von Spielern gleichzeitig versuchen ihren Wissensdurst zu stillen.

Ich habe keinen meiner alten Freunde mehr, von meiner damaligen Freundin ganz zu schweigen. Ich habe nach 16 Jahren meinen Sport aufgegeben, führe meine Hobbys nicht mehr aus und das Klavier wurde seit mehr als 1 Jahr nicht mehr angefasst. Ich habe 15 Kg zugenommen und beim Fitnesstest vor 2 Wochen (den ich aus eigenem Interesse absolvierte) ein biologisches Alter von 28 bestätigt bekommen, was bedeutet, dass ich vom letzten Test bis jetzt in 24 Monaten um 8 Jahre gealtert bin. Ich sehe blass und ungesund aus, was auch an meiner etwas ungepflegten Friseur liegen kann. Meine Seekraft hat sich um 25 Prozent reduziert. In der Uni kann ich dem Unterrichtsstoff schon seit geraumer Zeit nicht mehr folgen, weil ich seit 5 Monaten mit Kopfhörer spiele, was schon lange keinen mehr Interessiert. Da ich in den Pausen kein Bock hab aufzustehen, drück ich meistens meiner Banknachbarin ein paar cent in die Hand, damit sie mir einen Riegel aus dem Automaten mitbringt. Sie ist ohnehin eine der wenigen die den Raum verlässt, da die 3 Mitschüler um mich herum zum Beispiel auch bereits das Spiel installiert haben und sie immer nur wie benebelt ein „Ja warte, gleich“ von sich geben, wenn man sie einmal anspricht.

Ich weiss das ich die letzten 2 Jahre im realen Leben nichts erreicht habe… Ich weiss, dass ich eher 10 Schritte zurück gemacht hab. Wo könnte ich jetzt stehen, wenn ich die mittlerweile fast 5000 Stunden in etwas anderes investiert hätte. Hätte ich stattdessen Klavier gespielt, wäre ich sicher besser als Elton John… Hätte ich 5000 Stunden damit verbracht Bücher über Krebs zu lesen, wäre ich sicher einer der angesagtesten Experten auf dem Gebiet. Oder hätte ich einfach nur, für 5 Euro in der Stunde, irgendwo einen Nebenjob angetreten, so könnt ich jetzt 25000 Euro mehr auf meinem Konto verbuchen. Statt dessen tauchen immer wieder häufiger Überweisungen auf, bei denen Spielgüter mit realem Geld gekauft wurden.

Ich kann mir nicht ausmalen, wie viel von den mittlerweile über 6 Millionen Spieler das gleiche durchmachen wie ich es hier beschreibe, ich weiss nur, dass es eine ganze Menge sein müssen, denn all die Spieler, mit denen ich zu tun hatte, weisen die gleichen Symptome auf und genauso wie ich über solch Warnungen wie hier, immer hinweg gelesen habe, werden auch andere diesen Artikel abwenden und meinen „So freaky bin ich nicht, ich hab das alles im Griff“ Dabei versuche ich jetzt nur noch vergebens ein paar Leute zu retten, von denen ich denke, dass sie im wahren Leben weitaus mehr erreichen können, als eine Spielfigur zu steuern. Denn alleine die Leader meiner Gilde, die Tag und Nacht für effizienteren Spielfluss und einer optimierteren Abstimmung sorgen und täglich mit einem ungeheuren organisatorischen Aufwand viele kleinere Firmen locker übertrumpfen, würden in jedem größeren unternehmen, einen wahrhaft hervorragenden Manager abgeben. Fazit ist, dass das hier nicht das Schicksal eines einzelnen Darstellt, sondern vielmehr nur das Spiegelbild einer großen Masse ist und wenn ich nur einen einzigen Spielern die Augen geöffnet habe, war es den Aufwand wert, dass hier alles zu schreiben, denn solange man mitten im Spielgeschehen steht, mit Spielern die alle den gleichen Alltag an den Tag legen, solange wird man auch nicht die gravierenden Kontraste zur realen Welt sehen, die selbst ich erst wieder nach einer kleinen Spielpause erkannt hab.

Ich fühle mich immer noch unwohl und kann mich selbst nicht verstehen, wie ich nach diesem Artikel und all den damit verbunden Erkenntnissen immer noch eine ungeheure Lust verspüre mich jetzt sofort wieder einzuloggen. Doch ich stelle mich diesen Entzugserscheinungen und möchte den Absprung von dem definitiv aufregendsten Spiel der Neuzeit schaffen, damit ich mein reales Leben wieder auf die Reihe bekomme und die drastischen Wendungen in meinem Leben wieder zum guten kehre.

Im übrigen habe ich meinen Opa immer noch nicht besucht, dabei liegt er seit 7 Monaten nicht mehr im Krankenhaus…. Sondern auf dem Friedhof!




Andy aka. Tinitus
EU. Frostwolf



Was haltet ihr davon?

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23.08.2007 um 12:33:44
Shinja


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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Mir ist dieser Text schon etwas länger bekannt, und dann will ich doch mal meine Ansicht dazu hier kund tun:

Alle MMORPGs (also nicht nur WoW) bringen zu dem alten möglichen Suchtpotential von Spielen noch einen neuen dazu: den sozialen. Man spielt, um mit Leuten in Kontakt zu bleiben, man spielt, weil man die Leute sonst nicht mehr trifft.

Kann man MMORPGs für solche Fälle wie den oben beschriebenen verurteilen? Nein. Definitiv nicht. Warum? Weil es soviele Leute gibt, die das Spiel, mal mehr mal weniger, spielen, ohne irgend eines dieser Probleme zu haben. Man verurteilt ja auch nicht den Alkohol wegen den Alkoholikern.

Im Gegenteil haben solche Spiele, in Maszen genossen, sogar einige Vorteile. Es ist ja bekannt, dass Spiele Reaktionen oder logisches Denken fördern können. MMORPGs bieten nun auch die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, sogenannte "Internetfreunde" zu finden. Man sagt oft, solche Freundschaften wären nicht real. Ohne mich jetzt auf diese fruchtlose Diskussion einzulassen: selbst wenn, sie können real werden. Nicht wenige dieser Internetfreunde treffen sich irgendwann. Ich selbst werde bald in Zürich zur Uni gehen, wo doch tatsächlich gleich 2 meiner Internetfreunde wohnen die mir in Sachen zurechtfinden doch sehr helfen werden. Ich habe schon Internetfreunden bei ihren Hausaufgaben geholfen, genauso wie mir bei meinen PC-Problemen geholfen wurde, ich kenne mittlerweile 2 Paare die sich über Internet (genauer gesagt WoW) gefunden haben usw.

Also, meine Meinung: MMORPGs haben ein groszes Suchtpotential, aber es ist nicht so grosz, dass man die Spiele verantwortlich machen könnte für Leute, die ihr Leben deswegen verpfuschen. Wer weisz, dass er etwas "labil" ist sollte diese Spiele nicht anfangen... genauso wie er nie Alkohol trinken sollte.

PS: Ich habe in meinem Leben (20 Jahre) noch keinen tropfen Alkohol angerührt, nicht einmal zum schmecken. Trotzdem würde ich nicht auf die Idee kommen, den Alkohol für das Unglück von Alkoholikern verantwortlich zu machen. Manche Dinge, wenn nicht alle, wollen in Maszen genossen werden. Wer das nicht beachtet ist selbst schuld.

Meine kleine persönliche Meinung, etwas kurz gefasst da ich wenig Zeit habe.

Grusz,

Shinja
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14.07.2008 um 00:43:20
rso_akte_y


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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Zitat:
3 Monate später:
World of Warcraft hat sich jetzt schon, wegen seines großen Unterhaltungsfaktors zu einem neuen Hobby entwickelt. Die letzten Tage haben mich meine Eltern des öfteren beim Abendbort vermisst und auch das Training letzten Dienstag liess ich Ausnahmsweise ausfallen, weil ich mich mit 4 anderen Spielern zu einer Aufgabe verabredet hab, die man alleine im Spiel nicht bewältigen kann.

Das ist schon SUCHT, und leider Alltag bei WoW spielern.. ich rede aus erfahrung, habe selbst das Abendbrot in Molten Core mit 20 Freunden genossen :)

Zitat:
Nebenwirkungen:
Ich habe in den letzten Monaten versucht, mit jedem über WoW zu reden, der mir über den Weg lief, ganz egal ob er selber spielt oder nicht. Es ging immer darum noch mehr zu erfahren, Tipps zu bekommen, oder sich in Fachgesprächen weiter zu entwickeln. Das ist sicher Grund dafür warum ich nichts mehr mit meinen alten Freunden zu tun habe. Sie haben einfach kein Verständnis dafür und verstehen nicht worum es geht und was ich erreicht habe! Dafür wurde jeder, der mir nur ansatzweise zugehört hat, als ein idealer Gesprächspartner eingestuft und wenn er selbst nicht spielt, habe ich ihn versucht davon zu überzeugen, mit dem spielen zu beginnen. Als wäre ich in einer Sekte und werbe um neue Mitglieder, nur damit die Spielergemeinschaft wächst. Sogar meine Freunde habe ich anfangs vergebens versucht in diese virtuelle Welt zu ziehen, vielleicht, damit ich endlich mal wieder was mit ihnen unternehme ohne gleich aufs spielen verzichten zu müssen, oder mein Zimmer zu verlassen. Eigentlich wurden die parallelen zwischen realem Leben und dem virtuellen immer verschwommener, denn ich habe im Spiel ein komplett neues Leben geschaffen in dem ich Verbindungen zu anderen aufgebaut habe, die ich dann wieder pflegen musste. Ich musste in einem System funktionieren, dass in unserer Gilde (Deutschlandweit Platz 1) schon militärische Ansätze hatte, denn jeden Abend wurde absolute Pünktlichkeit, Disziplin und Konzentration von jedem einzelnen gefordert, da der Druck von aussen stetig wuchs, neue Erfolge zu erzielen. Ich musste im Spiele Aufgaben erledigen, einkaufen, meinem Job nachgehen und hab immer mehr versucht die 24 Stunden, die mir am Tag zur Verfügung stehen, auf 2 Leben aufzuteilen. Dabei war nicht selten das Resultat, dass in der einen Welt etwas auf der Strecke blieb, was in der anderen Welt für Fortschritt sorgte. Ich hab quasi in einem Leben verloren und dafür im anderen gewonnen. Um dass alles dann noch effektiver zu verbinden habe ich versucht meine reellen Freunde noch mit ins Spielgeschehen mit einzubinden, aber auch mein Körper passte sich immer präziser dem Spielgeschehen an, dass ich zum Beispiel immer pünktlich zu den Spielpausen Hunger bekam und auf Toilette musste, somit bin ich ein für meine Begriffe noch effizienterer Spieler geworden. Ich zählte ohnehin als sehr diszipliniert in unserer SpielCommuntiy.


Aber das ist Eindeutig Krank.. und wenn das seine Eltern zulassen, eindeutige Fahrlässige Tötung Gehirnzellen, dadurch versauen sie ihrem Kind die Zukunft, Gratulation an solch nette Rabenelten.. Ich bin einmal kurz schlecht geworden in der Schule und hatte ein Monat kein Internet mehr, somit bleibt man wenigstens Real.. aber naja, leider gibts auch solche die lieber sitzen bleiben, und Arbeitslos wegen Virtuellen Computerpacketen bleiben
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14.07.2008 um 00:53:29
Shinja


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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Ehm, der Typ ist as far as I know 22-24 gewesen (so steht's im text) Entsprechend haben die Eltern vllt nicht unbedingt mehr den gleichen Einfluss wie bei einem 16-jährigen z.B.

Wie oben bereits geschrieben: Man genieße es in Maßen, wie es sich gehört. Wie diese Maße sind ist eine andere Sache. Solange man Schule/Studium/Beruf und rl-Freunde nicht wegen dem Spiel sitzen lässt ist es kein Problem.

EDIT: *seufz* Zu der Zeit meines obigen Postes saß ich noch in Japan... good time.
Zuletzt bearbeitet von Shinja am 14.07.2008 um 00:54:11 Uhr
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14.07.2008 um 23:33:35
malle1337
Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Diese Story und ähnliche gehen schon seit ewigkeiten in vielen WoW Foren herum.Ich denke mal es ist kein großes geheimniss was WoW aus einem machen kann wenn man es zulässt.Spiele selber aktiv WoW aber ich gestallte mein rl nicht nach WoW sondern WoW nach meinem rl.Man muss das ganze halt unter Kontrolle haben.

15.07.2008 um 19:40:05
raketenfred


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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
naja ist nicht nur wow was sowqas macht

auch browsergames wie die-staemme können sowas schaffen, nen wirklich zu empfehlendes spiel überigens weils nix kostet

es gab echt tage wo ich 3-4h nur vorm pc saß und gewartet habe

aber selbiges ist auch mit icq oder svz du kannst lesen und schreiben soviel du willst
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C# geile sprache

naja ich bin auch geil aber irgendwie noch single
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03.09.2008 um 15:41:23
Schlaflos


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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Heutzutage ist doch fast jeder von irgendetwas süchtig. Gibt Leute die können das Haus nicht ohne Handy verlassen, ist das Sucht? Oder andere Salzen immer ihr Essen nach, ist das Sucht?

Fußballfans schauen jedes Spiel ihres Vereins, Sucht?
Die Liste könnte so weiter gehen, aber ich denke ihr wisst was ich meine.
Nur weil einer seine Prioritäten anders setzt und ein Computerspiel weit oben dann steht, ist er noch lange nicht süchtig.

Das Problem bei Tätigkeiten im Bereich Computer, sei es spielen, chaten oder nur surfen, ist ganz klar das Zeitgefühl. Also die Zeit vergeht viel schneller man nimmt nicht mehr jeden Moment so intensiv war. Da setzt man sich an den PC und schon sind 3-5 Stunden vergangen bis man mal wieder auf die Uhr schaut und man wundert sich wo die Zeit geblieben ist.


MfG
Schlaflos
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05.09.2008 um 23:44:49
Platin


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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Ich kenne zuviele Leute die an Spielen wie und insbesondere WoW kaputtgegangen sind, als dass ich mich hier noch weiter drüber auslassen muss.

Es ist nur schade zu sehen, wie jemand der ein gutes Leben hatte und viel aus sich hätte machen können auf einmal keine sozialen Kontakte mehr hat, krank wird, in der Schule versagt und sich verschuldet.

Meiner Meinung nach müsste Gras legalisiert werden, denn ich kenne prozentual gesehen nicht so viele Kiffer die im Leben versagen als WoW Spielen.

Mfg
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06.09.2008 um 00:00:48
Schlaflos


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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
@Platin, schonmal dran gedacht das einem die Kontakte die man in einem Game, Clan, Gilde usw. vollkommen ausreichen? Nur weil vielen Leuten das zu wenig wäre, heißt das nicht, es wäre ein "unvollkomendes" Leben. Oder sowas in der Richtung.


MfG
Schlaflos
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06.09.2008 um 08:38:41
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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Kann ja sein, ich habe selbst lange genug aktiv in mehreren Couterstrike Clans gespielt, aber ich würde sowas nicht als "Freundschaften" bezeichnen. Ich kenne die Leute doch nicht. Klar kann der User XYZ mir erzählen was er so macht und was heute so passiert ist, aber stimmt das denn auch? Vielleicht erzählt er ja immer nur die lustigsten Geschichten um cool zu sein. Und was ist mit Liebe? Diese Leute haben allesamt keine Freundin, geschweige denn einen guten Draht zu ihren Eltern.

Und wenn jemand in der Schule von einem Durchschnitt von 1,X auf 4,X fällt, kränklich ist, kaum schläft und nur noch von WoW redet und sich für rein garnichts anderes Interessiert, dann ist das für mich auf jeden Fall ein "unvollkommenes" Leben.
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06.09.2008 um 19:36:24
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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
@Platin, also bei unsere WoW-Gilde gibt es 6 Pärchen die zusammen WoW spielen. Soviel zu keiner Freundin usw. haben.

Dann die Sache mit der Wahrheit, du weißt nie 100% ob dich ein Freund/Freundin nicht doch anlügt. Also nur weil man einem Gegenüber steht, ist das keine Garantie nur die Wahrheit immer zu erhalten.

Was das mit dem schlechter in der Schule wird, nun in der Schulphase wird in der Regel ein Mensch noch immer "geformt". Wenn dieser nun zuviel vorm Computersitz und die Noten immer schlechter werden, dann ist dies ganz klar auf Eltern zurück zu führen. Sprechen wir aber von jemanden der selbst über sich entscheiden kann, dann ist dies seine eigene Entscheidung. Kann dieser aber die Konsequenzen nicht richtig wahrnehmen oder gar vorher schon in Betracht ziehen, dann haben hier wieder die Eltern versagt. Da dies einem Heranwachsendem möglich ist beizubringen.

Was das mit der Gesundheit auf sich hat. Nun klar Schlafentzug und auch das veringern der Nahrungsaufnahem kann gesundheitliche Folgen haben. Aber wenn ich dran denke, wieviele ins Fitnessstudio gehen und selbst dort sich körperlich schädigen oder wieviele glauben sich Gesund zu ernähren und auch hier falsch liegen.

Ein Zeitintensives Spiel ist keine alleinige Ursache für schädigungen an einem Menschen. Da gibt es viel mehr Faktoren.


MfG
Schlaflos
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01.10.2008 um 22:15:41
animedragon


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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Oh kras, dann werde ich jetzt lieber nicht mehr so viel Zocken sondern lieber mal was gescheites am PC machen. Alsowenn es jedem so ergehen würde, der ein MMORPG zockt, dann wär die Menschheit zerfallen. Und Man investiert viel zu viel Zeit in sowas.
Ich werd eher besser in der Schule seit ich sowas zock als schlechter^^
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03.10.2008 um 01:24:53
Shinja


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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Keine Sorge AnimeDragon. Solange du WoW als das Spiel behandelst das es ist ist das wirklich kein problem. Wie ich oben schon sagte: Keiner verteufelt den Alkohol für das Schicksal von Alkoholikern (von denen es imho mehr gibt als WoW-Süchtige) und keine sagt was wenn wer ein bisschen was trinkt. Aber wenn es um WoW geht ist dann das Spiel schuld und jeder der es spielt ist automatisch so. Und das ist quatsch.

Ich hab damals während meiner MC/BWL-Zeit 7x die Woche Sport gemacht und mein Abi mit (umgerechnet ins Deutsche System) 1.0 abgeschlossen. Ich spiele es auch jetzt noch und habe mein erster Jahr Physik an der ETH Zürich (>40% Durchfallquote) mit ner 5.4 von 6 abgeschlossen (6 ist die Bestnote jetzt wo ich hier in der Schweiz bin, die Umrechnung ist mir leider nicht bekannt)

WoW in Maßen ist ein tolles Spiel mit dem netten Nebeneffekt, dass man im Gegensatz zu Fernsehen, Romane lesen, andere Games zocken o.ä. was man sonst so abends vllt machen würde (man geht unter der Woche ja nicht jeden tag aus) mit Leuten reden kann. Ja es sind Internetbekanntschaften, aber über das Thema werde ich mich hier nicht auslassen, das würde zu lange werden. Diese Verteuflung ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.
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03.10.2008 um 09:30:35
animedragon


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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Aber man hat auch andere Alternativen zu WoW, wie Flyff, oder wie hieß das noch mal? ach egal, jedenfalls noch ein spiel das ich kenne. Die sind Kostenfreui und sind ziehmlich ähnlich. Ih denke auch weil man bei Wow Monatlich was zahlen muss will man das Geld nicht einfach verschleudern und zockt und zockt und zockt
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04.10.2008 um 20:51:08
Synergy
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Titel: Re: WoW - Der soziale zerfall eines Menschen
Na ich bekonne mich mal an dieser Stelle als WoW Spieler. Ich denke wer tagtäglich 8 und mehr Stunden am PC sitzt, egal was er spielt, läuft Gefahr den Hang zur Realität zu verlieren oder vernachlässigt sein Umfeld und sich selbst.

Ich spiele im schnitt 2-3 Stunden WoW, ab und an auch mal Counter Strike oder Trackmania. Es hat mir bisher nicht geschadet und Freunde habe ich ja auch noch.
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