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27.08.2008 um 15:00:23
dada


Avatar von dada

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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Ein paar Gedanken von mir zu euren Beiträgen.

Beweis und Gott bzw. Wissenschaft gehen mal gar nicht.
Physik und Gott erst recht nicht.
Wenn überhaupt geht das nur in dem Sinne miteinander einher, wenn man bedenkt, dass beides nicht mehr als ein Gedankenkonstrukt ist. Das eine (Physik) nüchtern und relativ objektiv, Religionen mit dem philosophischen, eher subjektiven Grundgebäude.
Wenn man dann aber aus der Subjektivität heraus plötzlich die Objektivität einfordert, um das schlichte Nichtverstehen zu rechtfertigen, ist das eine Mischung, die überhaupt nicht funktioniert.

Mir persönlich gefällt der Gedanke, dass wir ein Experiment in einer Petrischale sein könnten. Wenn der Tod eintrifft, ist zappenduster. Schluss, nix mit Wiedergeburt, ewigem Leben oder sonst was. Ewiges Leben insofern, dass man den Menschen in Erinnerung bleibt und selbst das ist irgendwann auch abgehakt.

Wenn man betet, mit wem spricht man dann? In erster Linie einmal mit sich selbst. Und dabei bleibts auch. Dass man mit einem Gott in Verbindung tritt, einer Schöpferfigur, fußt auf dem urzeitlichen Verlangen, selbst dann nicht allein zu sein, wenn man allein ist.
Ein ständiger Wegbegleiter, der nicht von der Seite weicht, gleichgültig in welcher Situation man sich in diesem Moment befindet.
Wer also im Endeffekt an sich selbst betet, ist Gott selbst.
Dass man dann auch noch darum bittet, dieser ominöse Gott möge einem doch bitte den Weg weisen, geht nur deshalb in Erfüllung, weil man selbst für seinen Weg verantwortlich ist. Es gibt kein höheres Wesen, das wir aktiv ansprechen können.
Gott ist man selbst, man verehrt sich selbst, man spricht zu sich selbst, wenn man betet.

Man darf kein Bildnis von Gott erstellen. Soso. Dann heißt es aber wiederum, der Mensch sei ein Ebenbild Gottes. Man hat also schon die Antwort parat, wie denn dieser Gott aussieht.
"Gott ist in jedem von uns" - na klar, weil auch jeder Mensch sein eigener Gott ist.
Zuletzt bearbeitet von dada am 27.08.2008 um 15:02:06 Uhr
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27.08.2008 um 17:27:25
freibergsws08


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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
ich würde an deiner stlle nicht so über gott her ziehen.
ich selbst bin überzeugter atheist, aber was du hier tust ist lapidar gesagt mal schwachsinn.
für manche menschen bedeutet dieser gott etwas. menschen sehen darin ihren helfer. wenn es ihnen schlecht, wenn sie das bedürfnis haben nach zuneigung haben sie diesen gott, der immer für sie da ist. an den sie sich wenden können. man kann dieses denken nicht verurteilen. damit wären wir genauso schlimm, wie die glaubenskrieger auf dieser welt.
wir sollten lernen uns alle gegenseitig so zu akzeptieren, wie wir sind.
du kannst immer noch der meinung sein, dass ein gott für dich schwachsinn ist, aber für jemand anderen beduetet er viel... dieser jemand ist z.b. der meinung, dass es schwachsinn ist 100 freunde zu haben, die einem helfen - denn wer hat schon 100 wirkliche freunde - ik gegensatz dazu ist gott scheinbar immer für dich da...
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28.08.2008 um 13:31:37
Zelphir


Avatar von Zelphir

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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Zitat von dada:
Mir persönlich gefällt der Gedanke, dass wir ein Experiment in einer Petrischale
sein könnten. Wenn der Tod eintrifft, ist zappenduster. Schluss, nix mit Wiedergeburt,
ewigem Leben oder sonst was. Ewiges Leben insofern, dass man den Menschen in
Erinnerung bleibt und selbst das ist irgendwann auch abgehakt.


Wenn man es mal so betrachtet, dass man ja aus Materie besteht, dann hat man
unendlichen Einfluss auf das gesamte Universum, allein weil man existiert und nur weil man
unter die Erde gebracht wird, bedeutet das ja nicht dass man Einflusslos wird. Es ist dabei ja
nicht wichtig, dass man irgendwie bei Bewusstsein ist, sondern der reine Einfluss der Materie
stellt das sog. "Sein" dar. Auch Gedanken sind eine physikalische Kraft, kleine Impulse die
im Gehirn ausgesandt werden und die schon die Macht haben zum Universum dazu zu
gehören.
Man kann natürlich nicht sagen "Jetzt denke ich mal das und das und dadurch wird dies und
jenes geschehen, weil Gedanken ja eine physikalische Kraft sind." Denn man kann die
logische Abfolge der, ich sage mal Zustände des Universums nicht verändern, da man ja
selbst zu diesem Zustand gehört und nur in einer Strömung aus Ursache und Wirkung
mitgerissen wird. Der freie Wille der Menschen ist sowieso eine Illusion (Warum habe ich
schon im vorherigen Post erklärt, es hilft vllt. sich etwas über den Laplace'schen Dämon zu
informieren.).

Zitat von dada:
Wenn man betet, mit wem spricht man dann? In erster Linie einmal mit sich
selbst. Und dabei bleibts auch. Dass man mit einem Gott in Verbindung tritt, einer
Schöpferfigur, fußt auf dem urzeitlichen Verlangen, selbst dann nicht allein zu sein, wenn
man allein ist.
Ein ständiger Wegbegleiter, der nicht von der Seite weicht, gleichgültig in welcher Situation
man sich in diesem Moment befindet.
Wer also im Endeffekt an sich selbst betet, ist Gott selbst.


Eine Person die betet versucht jedoch genau das: Mit einer "höheren" Macht in Verbindung
zu treten. Das Religionen auf urzeitlichen Bedürfnissen fußten möchte ich nicht bestreiten,
aber sie gehören genauso zum Universum dazu.
Deinen letzten Satz kann man nicht logisch aus denen davor schlussfolgern, da scheint es
mir noch eine Lücke zu geben. Du meinst aber wahrscheinlich, dass die betende Person
diesen Begleiter den du ansprichst in sich selbst findet. Das bedeutet jedoch nicht gleich,
dass die Person dann ihr eigener Gott ist, denn Gott kann für einen Menschen noch weit
mehr sein als nur ein Begleiter.
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29.08.2008 um 14:23:47
dada


Avatar von dada

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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Zitat von freibergsws08:

ich würde an deiner stlle nicht so über gott her ziehen.
ich selbst bin überzeugter atheist, aber was du hier tust ist lapidar gesagt mal schwachsinn.
für manche menschen bedeutet dieser gott etwas. menschen sehen darin ihren helfer. wenn es ihnen schlecht, wenn sie das bedürfnis haben nach zuneigung haben sie diesen gott, der immer für sie da ist. an den sie sich wenden können. man kann dieses denken nicht verurteilen. damit wären wir genauso schlimm, wie die glaubenskrieger auf dieser welt.
wir sollten lernen uns alle gegenseitig so zu akzeptieren, wie wir sind.
du kannst immer noch der meinung sein, dass ein gott für dich schwachsinn ist, aber für jemand anderen beduetet er viel... dieser jemand ist z.b. der meinung, dass es schwachsinn ist 100 freunde zu haben, die einem helfen - denn wer hat schon 100 wirkliche freunde - ik gegensatz dazu ist gott scheinbar immer für dich da...


Ich verstehe Deine Aufregung nicht.
Weder bestreite ich es, dass Glauben ein Helfer für Menschen sein kann, noch missachte ich sie deshalb.
Ebenso wenig rede ich von "Schwachsinn", da ich behaupte, dass das überhaupt nicht in eine solche Diskussion passt.
Darüberhinaus verurteile ich auch niemanden dazu, es sei "schlecht", dass er an einen Gott glaube.
Ich habe es für überflüssig gehalten, wiederholend zu unterstreichen, dass es meine eigene Meinung ist, die ich damit ausspreche, meine Gedanken zum Thema, denn das ist schon allein daraus ersichtlich, da wir uns in einem Forum befinden.
Sollte sich nun jemand an die Karre gefahren fühlen, dann tut mir dies nicht leid. Kein Gläubiger nimmt darauf Rücksicht, wie er Menschen treffen könnte, mit dem was er sagt.
Weshalb auch?
Fragen stellen, Zweifel - das gehört ebenso zur Religion dazu. Wer sich damit nicht abfinden kann, dem kann ich auch nicht helfen.
Kein Christ oder sonst jemand kann mir erzählen, er habe noch nie am Glauben gezweifelt.

Es hilft auch niemandem, die Fragen zu vertuschen, einfach runterschlucken und nie ein Wort darüber verlieren halte ich für äußerst ungesund.
Nur wer sich auch mit seinen Fragen und Zweifeln zum Thema Glauben beschäftigt, wird erfahren, inwiefern er überhaupt glaubt.
Irgendwann muss auch einmal begriffen werden, dass der kindliche Glaube wegfällt und durch einen etwas nüchterneren Glauben ersetzt wird. Das passiert ganz automatisch. Bei den meisten.

Ich für meinen Teil (damit das jetzt noch einmal ganz deutlich wird, dass es meine Meinung und Überzeugung ist und nicht die des Teams von eBN, oder der gesamten Menschheit bzw. der Gläubigen widerspiegelt - war das jetzt ausführlich genug?) habe mich damit beschäftigt und tue es nach wie vor und bin zu dem Entschluss gekommen, dass Glaube für mich nichts bringt. Auch an den Gedanken, die oben von mir bereits verfasst wurden, die nur einen Ausschnitt zeigen, hat sich nichts geändert. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.
Wenn ich Hilfe brauche, wenn ich Unterstützung, auch bei seelischen Problemen, benötige, wende ich mich vertrauensvoll an meine Freunde und Mitmenschen. Das hilft mir wesentlich mehr als beten, was für mich schlussendlich wieder darauf hinauslaufen würde, dass ich mich selbst mit dem Problem befasse, was ich ohnehin auch ohne Beten getan hätte.

Zitat von Dieter Nuhr im TV-Beileger zum Stern Nr. 25/2007 vom 14. Juni 2007, S. 3:
Wenn ich kurz vor dem Ertrinken oder Erfrieren stehe, dann würde ich schwimmen oder was Geheiztes aufsuchen. Das hilft mir wesentlich mehr als beten.


Wer der unumstößlichen Meinung ist, dass er sein Heil in der Religion sieht, dem sei es gegönnt, den werden auch meine Gedanken zum Thema nicht sonderlich interessieren.
Aber wer dadurch zum Nachdenken gekommen ist, da frage ich mich: Warum hat sich dieser jemand nicht schon längst mit den Fragen beschäftigt? Deckeln und verwahren bringt nichts.
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29.08.2008 um 18:51:15
stefan21790


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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
also ich muss sagen das ich auch nicht an gott glaube, sind verschiedene persönlich gründe die mich zum zweifeln bringen, wenn ich da nämlich so was wie gerechter barmherziger gott höre bekomme ich immer ein dicken anfall. naja

chillo millo und schönen freitag noch

lets party :P
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30.08.2008 um 19:03:25
freibergsws08


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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
nun... sorry, falls du dich wirklich angegriffen gefühlt hast. es sollte nciht darauf hinauslaufen dich zu beleidigen, oder deine ansicht in den wind du treten. ich laß nur deinen beitrag und würde dadurch irgendwie aufgebracht. mir war das zu wenig, zu unausführlich und zu radikal. vielleicht hätte ich es einfach mehrmals lesen sollen, denn das war nun mal der erste eindruck.
nch dem jetzigen beitrag kann ich deine ansicht schon mehr vertreten. anfangs klang es für mcih mehr danach, dass du den glauben schlecht reden willst, jetzt kommt mehr das eigentlich rüber (für mich).
wenn du nun behauptest, dass du nocht an gott glauben wirst finde ich das in ordnung. ich selbst tue das ebenfalls aus einer ähnlichen überzeugung wie der deinigen nicht.
es ist interessant, dass du das hinterfragen ansprichst:
ist es nicht eigentlich überholt, wenn man immer in die religion hineingeboren wird? sollte nicht jedem menschen die möglichkeit gegeben werden selber zu entscheiden, welcher religion er beitreten möchte, wenn er es denn überhaupt will? es gibt eine richtung in der christlichen kirche, die eine zustimmung erfordert und diese auch frühestens mit 14 jahren gegeben werden darf. leider habe ich den namen vergessen. das - wenn religionen überhaupt richtig sind - finde ich besser, als einfach immer wieder hineingeboren zu werden. das ist nur der einfachste weg eine relgion zu erhalten. von den vielen millionen christen auf der welt gibt es sicherlich einen nicht all zu kleinen prozentsatz, der sich vielleicht christ nennt, aber im endeffekt auch nicht mehr macht als weihnachten und ostern feiern.

hinterfragt euren glauben und sucht den sinn darin... das würde endlich mal die spreu vom weizen trennen.
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01.09.2008 um 12:00:06
QuasimodosKlon


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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Ich hatte, als ich noch in Berlin wohnte, die Zeugen Jehovas zu 8 Kaffeeklatsch-Bibelstunden hereingebeten. Schließlich vertrete ich ja die Auffassung, daß man sich alles erst mal angehört haben muß, ehe man sich ein Urteil bildet. Ok, die Idee, daß sie mich sonntags zum Königssaaltreffen abholen wollten, war mir nach den Gesprächsinhalten dann doch etwas too much, da hatte ich den Kontakt dann wieder sehr zurückgestellt.

Die Zeugen glauben ja nun an ihre leicht modifizierte Bibel, von der ich auch ein Exemplar erhalten habe, bis auf die Offenbarung wort-wörtlich. Die Offenbarung hingegen sei hochsymolisch und erst nach umfassender Bibelkenntnis zu verstehen. Sie glaubten z.B. auch fest an Adam und Eva, daß sie von Gott am Stück aus Lehm geformt wurden und sich dann auf einmal zu komplexen Lebewesen verwandelt haben. Darauf komme ich bis heute nicht klar. Ich habe imgrunde nur eine einzige vernünftige Antwort von ihnen erhalten, wo ich im ersten moment nur lächeln mußte, weil sie mir alles andere als vernünftig erschien. Ich fragte sie, was dann mit der Evolutionstherorie sei und sie sagten lächelnd: "Das ist - wieder Name schon sagt - nur eine Theorie". Das veranlaßte mich zumindest, mal im Internet zu recherchieren und später mal ne Bücherei aufzusuchen. Wirkliche Beweise für diese tatsächlich nichts anderes als "Theorie" konnte ich keine finden. Ganz im Gegenteil. Je mehr man sich damit auseinandersetzt, umso unwahrscheinlicher bis unmöglicher wird es, daß alles durch rein zufällige Evolution in Verbindung mit Mutation und Selektion entstanden wäre.

Laut ET entstand zufällig ein Molekül, daß sich selbst kopieren konnte. Naja, nette Theorie, kann schon mal vorkommen. Nun haben wir also einen ganzen Haufen dieser Moleküle, nur wie entsteht daraus eine abgeschlossene und vor allem überlebensfähige Zelle? Klar, rein zufällig hat sich das Molekül in eine Membran eingeschlossen. Nunja, so eine Zellmembran ist schon hochkomplex für sich. Sie betreibt sehr selektiv Stoffwechsel. Für den Energiehaushalt der Zelle sorgen Mitochondrien, Organellen innerhalb der Umgebenden Zellmembran. Wie kann durch reinen Zufall das Kopierfähige Molekül zu einer komplexen DNA mutieren, in der genaue Informationen über die gesamte Zelle enthalten sind, wie diese zu funktionieren und sich insgesamt zu reproduzieren hat? Ok, vielleicht alles Zufall und es mag irgend so ähnlich die erste Zelle entstanden sein, obgleich das schon quasi unmöglich ist. Zumal - je mehr Zufälle sich aneinander reihen, umso mehr multipliziert bis potenziert sich die Unwahrscheinlichkeit statistisch. Nun sollen sich ja mehrere einzellige Lebewesen zu einen Haufen in Symbiose zusammengefäuft haben. Daraus seien dann Komplexere Lebewesen entstanden. Wie kann dann aber die DNA einer einzigen Zelle die Informationen über das gesamte Lebewesen beinhalten? Also gehen wir mal besser von aus, durch zufällig verursachte Änderungen ist Zellteilung zum Zellhaufen entstanden. Hmm Haufen, nichts sehr sinnvoll geformtes. Bis dahin ging die Fortpflanzung ja noch "unproblematisch" durch Zellteilung. Aber wie entsteht dann geschlechtliche Fortpflanzung? Klar, durch Mutation und Selektion. Plötzlich von einem auf den anderen Moment muß zufällig und gleichzeitig ein männliches und weibliches Organ entstanden sein und vorallem auch noch gleichzeitig der Sexualtrieb. Wäre das nicht so gewesen, dann wären zufällige Mutationen in die Richtung ja durch Selektion wieder getilgt worden, weil es bis zur Brauchbarkeit einfach zum überleben unnützer Ballast gewesen wäre. Fossile Funde zeigen auch immer nur fertige Arten. Da müßte je ein Weibchen und ein Männchen einen gleichzeitigen Artensprung gemacht haben, um fortbestehen zu können. Fließende übergänge sind in den Fossilien nicht Dokumentiert. Von jeder "fertigen" ausgestorbenen Arten findet man mehrere Fossilien, von den Übergangslebensformen - den Zwischenschritten - aber keine einzigen. So viele Beispiele sind in der Natur zu finden, wo genau ein Insekt zu genau einer Pflanzenart paßt, wovon keine der beiden ohne den anderen überleben könnte. Alles nur Zufall, eine aneinanderreihung von Millionen bis Milliarden von Zufällen. Die ganzen Organe allein schon, das Auge über Nerven mit dem Gehirn verbunden, Ohren, einfach alles.

Das ist gerad so, als hätten wir auf der Welt verteilt überall vollautomatische, computergesteuerte Fahradfabriken, in der ganz einfache Fahrräder gefertigt werden. Rahmen, Räder, Kette, Pedale, alles paßt schön zusammen. Nun entstehen hier und da zufällig ein paar Veränderungen in der Software durch Fehler auf den Datenträgern. Welche Wahrscheinlichkeit wäre gegeben, daß etwas entsteht, daß plötzlich genau an der richtigen Stelle eine Lampe montiert wird (für die es vorher noch gar keine Baupläne gab und erst mal erfunden werden muß), die auch noch mit nem Dynamo verbunden ist? Sinnlose Veränderungen würde ein Produktionsleiter verwefen bzw. die Fahräder würden sich mit irgend welchem Schrott dran nicht so gut verkaufen, also würde solche kleineren Veränderungen, die durch weitere Zufälle vllt irgendwann mal ne Lampe ergeben könnten (was müßten das für Zufälle in Folge sein?), einfach wieder herausselektiert werden und die kaputte Maschine verschrottet werden, wenn sie nicht mehr reparabel ist. Bei der Mutation und Selektion der ET ist das hingegen alles kein Problem, da soll es derartig unwahrscheinlichste Zufälle massenweise in Folge gegeben haben.

Inzwischen ist mir klar, Zufall kann unsere Existenz nicht sein. An Adam und Eva aus Lehm am Stück geformt glaube ich ebenso wenig. Würde ich einen Schöpfungsakt vollziehen wollen, würde ich auch die Petrischalenvariante vorziehen. Eine Keimzelle Entwickeln, welche die über die Anlagen verfügt, sich zu einem komplexen Lebewesen zu entwickeln. Wenn an der Evolution etwas dran sein sollte, dann kann ich mir allenfalls vorstellen, daß ein intelligentes Wesen (Gott, andere bereits bestehende materielle Lebensformen - wie auch immer die dann entstanden sein mögen - oder was auch immer) eine Zelle entwickelt hat, die gezielt nach sinnvollen Mutationen sucht, sozusagen sich selbst intelligent verändert. Oder es wurden halt doch mehrere verschiedene Lebensformen zugleich oder zeitversetzt entwickelt. An Zufall kann ich nicht glauben.

Somit ist für mich klar geworden, daß das Leben einen Schöpfer haben muß. Ob es diesen noch als Gott gibt oder ob der Schöpfer auch sterblich war/ist, vermag ich nicht zu sagen, ebenso nicht, ob es ein Geistwesen oder materielles Wesen ist/war.

Ich habe hier eine Zeit lang eine evangelische freikirchliche Gemeinde besucht. Ich mußte feststellen, daß mich der christliche Glaube ziemlich enttäuscht hat. Es geht immer nur um Jesus. Nur der Weg über den Sohn führe zum Vater. Was für Taten man vollbringt, ohne an Jesus zu glauben, spielt keine Rolle. Wer hingegen glaubt, dem würde Jesus alle sünden abnehmen. Ich finde, gerade Menschen hätten das ewige Leben verdient (an das ich nicht glaube), die eben nicht nur die guten Taten vollbringen um Gott zu gefallen und sich damit das ewige Leben zu erkaufen. Wer aus reinem Herzen etwas für die Menschheit und die Schöpfung überhaupt - die Natur - tut ohne dabei an einen persönlichen Zweck zu denken, der hat eine Belohnung des Schöpfers verdient. Alles andere ist nur Heuchlerei.

LG Helge

EDIT:
Wir könnten ja mal ein Projekt ins Leben rufen, wo alle Internetuser einen Datenhaufen ins Netz stellen, der zufällig verändert wird. Falls bei irgend wem was halbwegs sinnvolles dadurch entsteht, könnten alle anderen das kopieren und weiter zufällige Veränderungen veranlassen. Das wäre Mutation und Selektion. Vielleicht entsteht dadurch ja irgendwann mal eine Seite wie eByteNet. Wozu soll Grubi dann noch programmieren, wenns auch so viel einfacher geht?
Zuletzt bearbeitet von QuasimodosKlon am 01.09.2008 um 12:13:01 Uhr
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Klarer Verfechter der alten Rechtschreibung!

Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
Albert Einstein
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03.09.2008 um 11:21:55
Kotzeeimer


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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Das ist eine sehr allgemein Formulierte frage, ich würde gerne einen Gegenfrage stellen:

Wenn Gott so Allmächtig und Gütig ist wie kommt es dann auf der von Ihm geschaffenen Welt immer zu Krieg für Öl oder Geld. Ich kann mir nicht Vorstellen das es im Sinne eines SChöpfers ist wenn seine Schöpfung misshandelt wird.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht an Gott, die ganze Bibelgeschichte klingt für mich zu sehr konstruiert.
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05.09.2008 um 12:08:01
1 Post(s) von kroete wurde(n) gelöscht.

User: gogogismo (1)
Grund: Absolut unsachgemäß. Ich verwarne dich hiermit, gogogismo

05.09.2008 um 23:40:06
Platin


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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Ich glaube nicht an Gott und auch nicht an irgendeine andere übermenschliche Macht, bin also Atheist. An sich habe ich eine recht anti-religiöse Haltung. Ich habe grundsätzlich kein Problem mit Gläubigen, egal welcher Glaubensrichtung, jedoch fühle ich mich durch Leute die mir ihren Glauben aufbinden wollen sehr belästigt. Ich laufe schließlich auch nicht durch die Stadt und versuche die Leute von ihrem Glauben abzubringen, also warum ist es andersherum nicht als "Unsitte" angesehen?

Mfg
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06.09.2008 um 04:07:07
QuasimodosKlon


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Titel: Re: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Zitat von Kotzeeimer:

Wenn Gott so Allmächtig und Gütig ist wie kommt es dann auf der von Ihm geschaffenen Welt immer zu Krieg für Öl oder Geld. Ich kann mir nicht Vorstellen das es im Sinne eines SChöpfers ist wenn seine Schöpfung misshandelt wird.

Das Vorhandensein eines Schöpfers würde noch nicht unbedingt voraussetzen, daß er interessiert und wohlgesonnen ist. Menschen züchten Tiere unter übelsten Bedingungen, nur um sie auszunutzen und zu schlachten. Viele legen sich Haustiere zu, die sie anfangs lieben und irgendwann vergammeln lassen oder aussetzen.

Zitat von Kotzeeimer:

Ich glaube ehrlich gesagt nicht an Gott, die ganze Bibelgeschichte klingt für mich zu sehr konstruiert.

Mit der Bibel kann ich Dir nur beipflichten. Die klingt für mich ebenso konstruiert wie die Evolutionstherie, welche in jedem Fall konstruiert ist und niemand weiß, ob und in welchem Maße sie die Realität wiedergibt.
Die Bibel sollte man viel bildlicher verstehen. Liest man die Genesis und setzt für das Wort "Erkenntnis" Fortpflanzung/Geschlechtsreife ein, läßt sich auf einmal ein Sinn finden. In der mitte des Garten Edens die zwei Bäume - des ewigen Lebens und der Erkenntnis. Der Baum ist ohnehin ein Symbol fürs Leben. Adam (Mensch) und Eva (Fruchtbarkeit) aßen vom Baum der Erkenntnis (Geschlechtsreife) und entdeckten die Scham. Bis dahin hatten sie das ewige Leben (Kind wächst bis zur Pubertät heran) und nun sollten sie ganz gewiß sterben (Zellalterung ab der Geschlechtsreife/Pubertät).
Und Adam "erkannte" sein Weib Eva, und sie gebar einen Sohn. Wenn die Nachkommenschaften sich "erkannten", gebaren die Weiber auch jeweils ein Kind. Irgendwann sprach Gott in etwa: "Lasset uns die Menschen aus dem Garten Eden vertreiben, nun wo sie geworden sind wie einer von uns, damit sie nicht auch noch nehmen von der Frucht des Baumes des ewigen Lebens" Es kann halt nur eines geben, das ewige Leben des Individuums oder das ewige Leben durch Fortpflanzung. Daß der Mensch ganz gewiß sterben muß, ist also nur eine Folge der Notwendigkeit, sonst hätten wir schon lange Horror auf Erden - Überbevölkerung hoch 10 und keine Resourcen mehr für neues Leben. Fraglich ist die Formulierung "nun wo sie geworden sind wie einer von uns". Gab es mehrere "Götter"? Haben sie sich fortgepflanzt? Schufen sie uns in ihrem Bilde? Also sind wir irgendwelche Klone der Götter, zumindest aus deren Zellen erschaffen oder so? Gerade die Genesis redet immer wieder in der Mehrzahl, wenn es um den/die Schöpfer geht.

LG Helge
Zuletzt bearbeitet von QuasimodosKlon am 06.09.2008 um 04:09:54 Uhr
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27.09.2008 um 23:11:36
Nila


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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Diese Frage wird wohl immer und überall diskutiert.

Viele Menschen ziehen aus ihrem Glauben sehr viel Kraft, was in schwierigen Situationen wirklich hilfreich sein kann.
Manchen erleichtert es auch das Loslassen vom Leben.

Andere haben geglaubt und sind enttäuscht von dem was die Kirche aus dem Glauben macht.
An etwas Höheres als den Menschen zu glauben muss ja nicht zwingend mit einer Religion verbunden sein.

Ich selbst habe mich als Resultat einiger heftiger Erlebnisse von der Kirche abgewendet. Auf heuchlerische Gemeinschaften kann ich gut und gerne verzichten.

Aber wem der Glauben und/oder Kirchgang gut tut - bitte sehr.
Jedem das seine und so wie er glücklich ist, meine ich.

Grüsschen
Nila
_______________________________

Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben
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28.09.2008 um 17:21:06
johannrek


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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Ich persönlich glaube glaube an nicht an Gott, jedoch habe ich mir schon oft gedanken gemacht ob doch irgentetwas über uns wacht...
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10.10.2008 um 11:13:25
feal


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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Ich find Gott is halt was essenzielles, in meinem leben. er muss die welt ja nicht selber erschaffen haben, aber er kann sie sich ja ausgedacht haben und dann der agentur "evolution" den auftrag zur ausführung erteilt haben. :mrgreen:
und ich bitte ihn auch nicht, mach dass... sondern gib mir gelegenheit, selber zu machen
Amen
Zuletzt bearbeitet von feal am 10.10.2008 um 11:13:37 Uhr
_______________________________

Ennyn Durin Aran Moria
Pedo Mellon a minno
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15.10.2008 um 12:38:23
Debbe


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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Mir stellt sich regelmässig eine wichtige Frage.
Darf ich mein eigener Gott sein?
Ich glaube hauptsächlich an mich, weiss jedoch nicht ob es demnach arogant wäre mich als Gott zu bezeichnen. Immerhin beeinflusse ich Tag für Tag mein Umfeld, erschaffe Dinge und zerstöre sie wieder. Demnach bin ich schöpferisch nicht unbegabt. Ich habe auch schon versucht Heiden zu missionieren, doch scheinbar mag meine Religion niemand so wirklich.

Naja... vielleicht finde ich ja hier ein paar Anhänger... oder auch nicht.

Aber back to topic: Ich nehme mal an der Themenstarter war Vertreter einer christlichen Weltanschauung. Demnach muss ich seine Frage ganz klar mit "nein" beantworten. Ist allerdings schön für jeden der an so was glauben kann.
_______________________________

Ist der Thread so langweilig, dass du meine Signatur lesen musst?
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