QuasimodosKlon
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Titel: Re: Glaubt Ihr an Gott?
Ich hatte, als ich noch in Berlin wohnte, die Zeugen Jehovas zu 8 Kaffeeklatsch-Bibelstunden hereingebeten. Schließlich vertrete ich ja die Auffassung, daß man sich alles erst mal angehört haben muß, ehe man sich ein Urteil bildet. Ok, die Idee, daß sie mich sonntags zum Königssaaltreffen abholen wollten, war mir nach den Gesprächsinhalten dann doch etwas too much, da hatte ich den Kontakt dann wieder sehr zurückgestellt.
Die Zeugen glauben ja nun an ihre leicht modifizierte Bibel, von der ich auch ein Exemplar erhalten habe, bis auf die Offenbarung wort-wörtlich. Die Offenbarung hingegen sei hochsymolisch und erst nach umfassender Bibelkenntnis zu verstehen. Sie glaubten z.B. auch fest an Adam und Eva, daß sie von Gott am Stück aus Lehm geformt wurden und sich dann auf einmal zu komplexen Lebewesen verwandelt haben. Darauf komme ich bis heute nicht klar. Ich habe imgrunde nur eine einzige vernünftige Antwort von ihnen erhalten, wo ich im ersten moment nur lächeln mußte, weil sie mir alles andere als vernünftig erschien. Ich fragte sie, was dann mit der Evolutionstherorie sei und sie sagten lächelnd: "Das ist - wieder Name schon sagt - nur eine Theorie". Das veranlaßte mich zumindest, mal im Internet zu recherchieren und später mal ne Bücherei aufzusuchen. Wirkliche Beweise für diese tatsächlich nichts anderes als "Theorie" konnte ich keine finden. Ganz im Gegenteil. Je mehr man sich damit auseinandersetzt, umso unwahrscheinlicher bis unmöglicher wird es, daß alles durch rein zufällige Evolution in Verbindung mit Mutation und Selektion entstanden wäre.
Laut ET entstand zufällig ein Molekül, daß sich selbst kopieren konnte. Naja, nette Theorie, kann schon mal vorkommen. Nun haben wir also einen ganzen Haufen dieser Moleküle, nur wie entsteht daraus eine abgeschlossene und vor allem überlebensfähige Zelle? Klar, rein zufällig hat sich das Molekül in eine Membran eingeschlossen. Nunja, so eine Zellmembran ist schon hochkomplex für sich. Sie betreibt sehr selektiv Stoffwechsel. Für den Energiehaushalt der Zelle sorgen Mitochondrien, Organellen innerhalb der Umgebenden Zellmembran. Wie kann durch reinen Zufall das Kopierfähige Molekül zu einer komplexen DNA mutieren, in der genaue Informationen über die gesamte Zelle enthalten sind, wie diese zu funktionieren und sich insgesamt zu reproduzieren hat? Ok, vielleicht alles Zufall und es mag irgend so ähnlich die erste Zelle entstanden sein, obgleich das schon quasi unmöglich ist. Zumal - je mehr Zufälle sich aneinander reihen, umso mehr multipliziert bis potenziert sich die Unwahrscheinlichkeit statistisch. Nun sollen sich ja mehrere einzellige Lebewesen zu einen Haufen in Symbiose zusammengefäuft haben. Daraus seien dann Komplexere Lebewesen entstanden. Wie kann dann aber die DNA einer einzigen Zelle die Informationen über das gesamte Lebewesen beinhalten? Also gehen wir mal besser von aus, durch zufällig verursachte Änderungen ist Zellteilung zum Zellhaufen entstanden. Hmm Haufen, nichts sehr sinnvoll geformtes. Bis dahin ging die Fortpflanzung ja noch "unproblematisch" durch Zellteilung. Aber wie entsteht dann geschlechtliche Fortpflanzung? Klar, durch Mutation und Selektion. Plötzlich von einem auf den anderen Moment muß zufällig und gleichzeitig ein männliches und weibliches Organ entstanden sein und vorallem auch noch gleichzeitig der Sexualtrieb. Wäre das nicht so gewesen, dann wären zufällige Mutationen in die Richtung ja durch Selektion wieder getilgt worden, weil es bis zur Brauchbarkeit einfach zum überleben unnützer Ballast gewesen wäre. Fossile Funde zeigen auch immer nur fertige Arten. Da müßte je ein Weibchen und ein Männchen einen gleichzeitigen Artensprung gemacht haben, um fortbestehen zu können. Fließende übergänge sind in den Fossilien nicht Dokumentiert. Von jeder "fertigen" ausgestorbenen Arten findet man mehrere Fossilien, von den Übergangslebensformen - den Zwischenschritten - aber keine einzigen. So viele Beispiele sind in der Natur zu finden, wo genau ein Insekt zu genau einer Pflanzenart paßt, wovon keine der beiden ohne den anderen überleben könnte. Alles nur Zufall, eine aneinanderreihung von Millionen bis Milliarden von Zufällen. Die ganzen Organe allein schon, das Auge über Nerven mit dem Gehirn verbunden, Ohren, einfach alles.
Das ist gerad so, als hätten wir auf der Welt verteilt überall vollautomatische, computergesteuerte Fahradfabriken, in der ganz einfache Fahrräder gefertigt werden. Rahmen, Räder, Kette, Pedale, alles paßt schön zusammen. Nun entstehen hier und da zufällig ein paar Veränderungen in der Software durch Fehler auf den Datenträgern. Welche Wahrscheinlichkeit wäre gegeben, daß etwas entsteht, daß plötzlich genau an der richtigen Stelle eine Lampe montiert wird (für die es vorher noch gar keine Baupläne gab und erst mal erfunden werden muß), die auch noch mit nem Dynamo verbunden ist? Sinnlose Veränderungen würde ein Produktionsleiter verwefen bzw. die Fahräder würden sich mit irgend welchem Schrott dran nicht so gut verkaufen, also würde solche kleineren Veränderungen, die durch weitere Zufälle vllt irgendwann mal ne Lampe ergeben könnten (was müßten das für Zufälle in Folge sein?), einfach wieder herausselektiert werden und die kaputte Maschine verschrottet werden, wenn sie nicht mehr reparabel ist. Bei der Mutation und Selektion der ET ist das hingegen alles kein Problem, da soll es derartig unwahrscheinlichste Zufälle massenweise in Folge gegeben haben.
Inzwischen ist mir klar, Zufall kann unsere Existenz nicht sein. An Adam und Eva aus Lehm am Stück geformt glaube ich ebenso wenig. Würde ich einen Schöpfungsakt vollziehen wollen, würde ich auch die Petrischalenvariante vorziehen. Eine Keimzelle Entwickeln, welche die über die Anlagen verfügt, sich zu einem komplexen Lebewesen zu entwickeln. Wenn an der Evolution etwas dran sein sollte, dann kann ich mir allenfalls vorstellen, daß ein intelligentes Wesen (Gott, andere bereits bestehende materielle Lebensformen - wie auch immer die dann entstanden sein mögen - oder was auch immer) eine Zelle entwickelt hat, die gezielt nach sinnvollen Mutationen sucht, sozusagen sich selbst intelligent verändert. Oder es wurden halt doch mehrere verschiedene Lebensformen zugleich oder zeitversetzt entwickelt. An Zufall kann ich nicht glauben.
Somit ist für mich klar geworden, daß das Leben einen Schöpfer haben muß. Ob es diesen noch als Gott gibt oder ob der Schöpfer auch sterblich war/ist, vermag ich nicht zu sagen, ebenso nicht, ob es ein Geistwesen oder materielles Wesen ist/war.
Ich habe hier eine Zeit lang eine evangelische freikirchliche Gemeinde besucht. Ich mußte feststellen, daß mich der christliche Glaube ziemlich enttäuscht hat. Es geht immer nur um Jesus. Nur der Weg über den Sohn führe zum Vater. Was für Taten man vollbringt, ohne an Jesus zu glauben, spielt keine Rolle. Wer hingegen glaubt, dem würde Jesus alle sünden abnehmen. Ich finde, gerade Menschen hätten das ewige Leben verdient (an das ich nicht glaube), die eben nicht nur die guten Taten vollbringen um Gott zu gefallen und sich damit das ewige Leben zu erkaufen. Wer aus reinem Herzen etwas für die Menschheit und die Schöpfung überhaupt - die Natur - tut ohne dabei an einen persönlichen Zweck zu denken, der hat eine Belohnung des Schöpfers verdient. Alles andere ist nur Heuchlerei.
LG Helge
EDIT:
Wir könnten ja mal ein Projekt ins Leben rufen, wo alle Internetuser einen Datenhaufen ins Netz stellen, der zufällig verändert wird. Falls bei irgend wem was halbwegs sinnvolles dadurch entsteht, könnten alle anderen das kopieren und weiter zufällige Veränderungen veranlassen. Das wäre Mutation und Selektion. Vielleicht entsteht dadurch ja irgendwann mal eine Seite wie eByteNet. Wozu soll Grubi dann noch programmieren, wenns auch so viel einfacher geht?
Zuletzt bearbeitet von QuasimodosKlon am 01.09.2008 um 12:13:01 Uhr
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Klarer Verfechter der alten Rechtschreibung!
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
Albert Einstein
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